Viele Unternehmen müssen aufgrund des Virus eine Zwangsschließung ihrer Geschäfte vornehmen und erleiden damit einen großen wirtschaftlichen Schaden. Der Staat sowie unser Bundesland Niedersachsen versuchen die Auswirkungen für Unternehmen durch verschiedene Maßnahmen zu mildern. Wir als Ihr Steuerberater versuchen hier Ihre Möglichkeiten zusammen zu tragen, um gemeinsam mit Ihnen die Krise bewältigen zu können. Bei Fragen stehen wir Ihnen gern per E-Mail oder Telefon zur Verfügung. Es kann allerdings aufgrund der aktuellen Lage dazu kommen, dass Sie nicht sofort eine Antwort erhalten. Wir bemühen uns jedoch, Ihre Fragen in möglichst kurzer Zeit alle vollständig zu beantworten.

0.) Aktualisierungen (neueste zuerst)

23.09.2020

14.08.2020

  • Stabilitätsfonds 2020: Für kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz und geschäftlichem Schwerpunkt in Niedersachsen hat die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) zusammen mit der KfW und dem Land Niedersachsen einen Stabilitätsfonds 2020 entwickelt. Sofern mindestens 50% der Vollzeitkräfte innerhalb Niedersachsens tätig sind und das Unternehmen bis zum 31.12.2019 sich nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand, kann Beteiligungskapital beantragt werden, das flexibel einsetzbar ist.
    https://www.mbg-hannover.de/ueber-uns/mbg-stabilitaetsfonds-2020/
  • Die Beantragung der Überbrückungshilfe ist durch uns nun bis zum 30.09.2020 möglich.
  • Ausbildungsprämie für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die Kurzarbeit oder erhebliche Umsatzrückgänge verzeichnet haben und bei denen trotzdem im Jahr 2020 Auszubildende neu gestartet sind.
    http://www.ihk-lueneburg.de/schutzschirm

10.07.2020

  • Die Überbrückungshilfe ist gestartet: Bis 31.8.2020 können kleine und mittelständische Unternehmen die neue Überbrückungshilfe für Juni, Juli und August beantragen. Förderfähig sind die in diesem Zeitraum anfallenden Fixkosten. Sofern Sie einen Antrag stellen wollen, lassen Sie die Antragsvoraussetzungen durch uns überprüfen. Soweit diese vorliegen, stellen wir gern den Antrag für Ihr Unternehmen.
    https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html
  • Umsatzsteuersenkung bei Pauschalpreisen auf Speisen und Getränke: Getränke werden pauschal mit 30% des Pauschalpreises angesetzt und mit 16% besteuert. Die übrigen 70% des Pauschalpreises werden mit 5% ermäßigt besteuert.

08.07.2020

30.06.2020

Durch das 2. Corona Soforthilfegesetz und die Umsatzsteuerabsenkung ergeben sich zahlreiche Änderungen, die zu umfangreich sind, um sie alle hier vollumfänglich aufzulisten. Bitte sprechen Sie uns bei aufkommenden Fragen einfach direkt an. Wir sind gern für Sie da!

16.06.2020

  • Mehrwertsteuersenkung: Damit Händler und Dienstleister die geplante Mehrwertsteuersenkung unbürokratisch an die Kunden weitergeben können, dürfen auch pauschale Rabatte an der Kasse gewährt werden. Möglich macht das eine Ausnahmevorschrift. Es müssen also nicht alle Produkte einzeln neu ausgezeichnet werden. Hört sich erst einmal super an, aber Haken ist, dass die Kassen sind dennoch umzuprogrammieren sind, da die Kassenbons den richtigen Mehrwertsteuer-Ausweis beinhalten müssen.
    https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200612-unbuerokratische-umsetzung-der-mehrwertsteuersenkung-bei-preisangaben-durch-pauschale-rabatte-moeglich.html
    Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist für alle Lieferungen und sonstige Leistungen vom Zeitpunkt der Lieferung und Ausführung der Leistung abhängig und nicht vom Zeitpunkt der Rechnungstellung oder Zahlung – unsere Mandanten erhalten in Kürze genauere Infos per E-Mail.

05.06.2020

  • Zweite Soforthilfe des Bundes:
    Der Bund gewährt für Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler mit bis zu 249 Angestellten eine weitere Soforthilfe. Das Programm sieht bis zu 50.000 € Förderung vor und geht in der ersten Junihälfte an den Start. Weitere Informationen dazu finden Sie z. B. auf folgender Seite:
    https://www.ihk-lueneburg.de/produkte/beratung-und-service/international/corona-virus/zweite-soforthilfe-bund-4808532
  • Mehrwertsteuersenkung für alle vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020:
    Der Mehrwertsteuersatz wird temporär von 19% auf 16%, der ermäßigte Steuersatz von 7% auf 5% gesenkt.
  • Kinderbonus: Pro Kind erhalten Eltern einmalig 300€. Dieser Bonus wird mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag vergleichbar dem Kindergeld verrechnet. Er wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.
    Für Alleinerziehende werden die Freibeträge für befristet für die Jahre 2020 und 2021 von 1.908 € auf 4.000 € angehoben und damit mehr als verdoppelt.
  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird verschoben auf den 26. des Folgemonats.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird – gesetzlich – für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Es wird ein Mechanismus eingeführt, wie dieser Rücktrag unmittelbar finanzwirksam schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden kann, z.B. über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage. Die Auflösung der Rücklage erfolgt spätestens bis zum Ende des Jahres 2022.
  • Als steuerlicher Investitionsanreiz wird eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25 % Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.
  • Um die Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen zu verbessern, wird das Körperschaftssteuerrecht modernisiert: u.a. durch ein Optionsmodell zur Körperschaftsteuer für Personengesellschaften und die Anhebung des Ermäßigungsfaktors bei Einkünften aus Gewerbebetrieb auf das Vierfache statt 3,8-fache des Gewerbesteuer-Messbetrags.
  • Der Fördersatz der steuerlichen Forschungszulage wird rückwirkend zum 1.1.2020 und befristet bis zum 31.12.2025 auf eine Bemessungsgrundlage von bis zu 4 Mio. Euro pro Unternehmen gewährt. Damit wird ein Anreiz gesetzt, dass Unternehmen trotz der Krise in Forschung und Entwicklung und damit in die Zukunftsfähigkeit ihrer Produkte investieren.
  • Die Kfz-Steuer für Pkw wird stärker an CO2-Emissionen ausgerichtet, wovon eine spürbare Lenkungswirkung hin zu emissionsärmeren bzw. emissionsfreien Fahrzeugen ausgehen wird. Für Neuzulassungen wird die Bemessungsgrundlage zum 1.1.2021 daher hauptsächlich aufdie CO2-Emissionen pro km bezogen und oberhalb 95g CO2/km in Stufen angehoben. Zudem wird die bereits geltende zehnjährige Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge bis zum 31.12.2025 gewährt und bis 31.12.2030 verlängert.
  • Durch die Umweltprämie fördern wir den Austausch der Kfz-Fahrzeugflotte durch klima- und umweltfreundlichere Elektrofahrzeuge. Im bestehenden System werden wir die Prämien des Bundes als neue „Innovationsprämie“ verdoppeln. Die Prämie der Hersteller bleibt davon unberührt. Das bedeutet zum Beispiel, dass bis zu einem Nettolistenpreis des E-Fahrzeugs von bis zu 40.000 Euro die Förderung des Bundes von 3.000 auf 6.000 Euro steigt. Diese Maßnahme ist befristet bis 31.12.2021. Bei der Besteuerung von rein elektrischen Dienstwagen von 0,25 % wird die Kaufpreisgrenze von 40.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht.
  • Darüber hinaus wird ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt, dessen Volumen auf maximal 25 Mrd. Euro festgelegt wird. Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt. Die Überbrückungshilfe gilt branchenübergreifend, wobei den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen (Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, Kneipen, Clubs, Bars, Jugendherbergen, Reisebüros, Schaustellern, Veranstaltungslogistik, Messeveranstaltern) angemessen Rechnung zu tragen ist.
    Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern.
    Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen.
    Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden. Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen. Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020.
  • Um nach unverschuldeter Insolvenz durch Corona einen schnellen Neustart zu ermöglichen wird das Entschuldungsverfahren auf drei Jahre verkürzt.
  • Der vereinfachte Zugang zur Grundsicherung für Arbeitssuchende wird bis zum 30.09.2020 verlängert.

29.05.2020

  • BAFA beendet Corona-Beratungsförderung (100%-prozentige Beratungsförderung) vorzeitig wegen Ausschöpfung der Mittel. Es bleibt jedoch eine Antragstellung im normalen Programm mit Eigenanteil möglich.

18.05.2020

15.05.2020

  • Buchholz/Nordheide legt Sozialfonds auf:  Vereine, Kulturschaffende und Künstler, die durch Corona in ihrer Existenz bedroht sind, sowie Kleinunternehmen und Soloselbständige, die noch keine anderen Fördermittel erhalten haben, erhalten als Fördersumme maximal 3.000 €. Der Fonds wurde durch die Stadt sowie mehrerer Geldgeber angeschoben und soll durch Spenden wachsen.
    http://www.buchholz.de/buchholzersolidaritaetsfonds

12.05.2020

  • Missverständnisse gibt es hinsichtlich der Wiederbelegungsfrist bei Beherbung in Ferienwohnungen und Ferienhäusern: Eine Unterkunft darf innerhalb von sieben Tagen nur von einem Gast und dessen Mitreisenden genutzt werden. Das heißt nicht, dass die Unterkunft nach einer Vermietung zunächst sieben Tage lang leerstehen muss, bevor sie wieder vermietet werden darf!
    Richtig ist: Wenn ein Gast vier Tage bleibt, muss die Unterkunft anschließend drei Tage leerstehen. Bleibt der Gast eine ganze Woche, kann direkt im Anschluss weitervermietet werden. Für Umsatzeinbußen, die durch Leerstände wegen der Wiederbelegungsfristen entstehen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.
    https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/coronavirus_informationen_fur_unternehmen/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-faqs-186294.html

08.05.2020

  • Haben Sie noch keine Rückmeldung zu Ihrem Förderantrag erhalten? Sofern Sie einen Antrag auf Soforthilfe bei der NBank gestellt haben und bislang noch keine Rückmeldung von der Bank erhalten haben, leiten Sie bitte Ihre Original-Mail mit dem Antrag und allen dazugehörigen Anhängen unter dem Betreff „!!! Erneute Übersendung“ an beratung@nbank.de weiter. Dies gilt auch für Unternehmen, die bei der NBank angeblich nicht im System zu finden sind.
  • Auch nach Stellung eines Insolvenzantrages kann weiterhin Kurzarbeitergeld gewährt werden, wenn die Voraussetzungen für die Zahlung von Kurzarbeitergeld weiterhin vorliegen. Siehe: https://www.arbeitsagentur.de/datei/ba146453.pdf
  • Die Berufsgenossenschaften bieten Unternehmen, die wegen Corona in einer wirtschaftlichen Notlage sind, Erleichterungen für die Beitragszahlungen an.
    https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2020/quartal_1/details_1_386948.jsp

05.05.2020

  • Achtung, Betrug! Vermeintliche NBank-Mails im Umlauf
    Nach Mitteilung der NBank sind zurzeit Phishing-E-Mails im Umlauf, die suggerieren, dass es sich um Informationen der NBank handelt. In der Anlage dieser E-Mail befinden sich zwei PDF-Dateien, eine „Rechtsbelehrung_Zuschussempfänger“ und eine „Bescheinigung_Finanzamt“. Wer eine solche Mail erhält: auf keinen Fall (!) den Anhang öffnen und auf keinen Fall antworten, sondern die E-Mail löschen. Das Landeskriminalamt ist eingeschaltet.
  • Auch für die Einfuhrumsatzsteuer gibt es Stundungsmöglichkeiten bei der Zollbehörde. Informationen zu Erleichterungen, die von der Zollbehörde gewährt werden, finden Sie unter
    https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/Coronakrise/Zoelle/zoelle_node.html
  • Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, können ihre Elterngeldmonate aufschieben: Wenn sie ihre Elterngeldmonate nicht zwischen dem 1. März und 31. Dezember 2020 nehmen können, können sie dies später tun, spätestens zum Juni 2021.
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-passt-elterngeld-an-1745848

27.04.2020

  • Arbeitgebern können die Fristen zur Abgabe monatlicher oder vierteljährlicher Lohnsteuer-Anmeldungen während der Corona-Krise im Einzelfall auf Antrag nach § 109 Absatz 1 AO verlängert werden, soweit sie selbst oder der mit der Lohnbuchhaltung und Lohnsteuer-Anmeldung Beauftragte nachweislich unverschuldet daran gehindert sind, die Lohnsteuer-Anmeldungen pünktlich zu übermitteln. Die Fristverlängerung darf maximal 2 Monate betragen.
  • Die Hansestadt Lüneburg hat einen Härtefonds „Wir für Lüneburg“ zur Unterstützung der Geschäfte bei Wiederaufnahme Ihrer Tätigkeit aufgelegt. Die Antragstellung ist bereits seit Freitag, den 24.04.2020, und maximal bis Montag, den 08.06.2020, möglich. Der einmalige Zuschuss für ortsansässige Unternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten beträgt pro Betrieb 2.500,00 € und wird unter der Voraussetzung gezahlt, dass wegen nachweislich existenzbedrohender Einbußen aufgrund Corona bereits die Zuschüsse durch Bund und Länder in Anspruch genommen worden sind. Die Beantragung erfolgt online über ein pdf-Formular. Weitere Informationen finden Sie unter:
    http://www.hansestadtlueneburg.de/haertefallfonds-hlg
  • Die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die VGH-Stiftung haben einen Sonderfonds für Kulturschaffende aufgelegt. Bis zum 30.06.2020 können freiberuflich bzw. selbständig Kulturschaffende einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000,00 € beantragen.
    http://www.vgh-stiftung.de/ oder http://www.nsks.de/

23.04.2020

  • Für Arbeitnehmer in Kurzarbeit wird ab 1.5.2020 bis 31.12.2020 die Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe angehoben.
  • Das Kurzarbeitergeld (Corona) wird für diejenigen, deren Arbeitszeit um mindestens 50% reduziert ist ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70%/77% mit Kindern und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80%/87% mit Kindern des pauschalierten Netto-Entgeltes erhöht, längstens bis 31.12.2020.
  • Für Arbeitslose, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld nach dem SGB III zwischen dem 1.5.2020 und dem 31.12.2020 enden würde, wird die Auszahlung um drei Monate verlängert.
  • Gastronomiebetriebe dürfen ab der Wiedereröffnung am 1.7.2020 bis zum 30.6.2021 alle Speisen dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7% unterwerfen.
  • Kleine und mittlere Unternehmen können die pauschalierte Herabsetzung Ihrer bereits für 2019 geleisteten Steuervorauszahlungen im Hinblick auf Verluste des Jahres 2020 (Verlustverrechnung) beantragen. Die Pauschalierung soll dabei 15% der bisherigen Gewinnerwartung für 2019 entsprechen.

17.04.2020

  • Arbeitnehmer, die nicht mehr in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt durch das Kurzarbeitergeld zu finanzieren können, sowie Freiberufler und Kleinunternehmer, die aktuell nicht arbeiten können, dürfen Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) beantragen, auch wenn sie nicht arbeitssuchend sind.
  • Die Stadt Winsen/Luhe bietet ihren kleinen Unternehmen mit Sitz in Winsen, denen das Wasser bis zum Hals steht, einen Soforthilfe-Zuschuss in höhe von bis zu 2.500 € an. Kontakt nehmen Sie unter 04171/657-206, -255 oder -257 auf.
    https://www.winsen.de/portal/seiten/soforthilfe-winsen-902000475-20260.html?rubrik=2000002
  • Das Bundesamt für Justiz (BfJ) hat erleichternde Maßnahmen für Unternehmen geschaffen, die Ihren Jahresabschluss 2018 nicht rechtzeitig zur Offenlegung eingereicht haben. Es werden derzeit keine neuen Androhungs- und Ordnungsgeldverfügungen gegen Unternehmen erlassen. Unternehmen, die nach dem 5. Februar 2020 vom BfJ eine Androhungsverfügung erhalten haben, können die Offenlegung bis zum 12. Juni 2020 nachholen, auch wenn die sechs­wöchige Nachfrist für die versäumte Offenlegung schon vorher abgelaufen ist bzw. ablaufen wird. Wird die Offenlegung bis zum 12. Juni 2020 nachgeholt, wird das zuvor angedrohte Ordnungsgeld nicht festgesetzt.
  • Auswirkungen von Kurzarbeit auf die betriebliche Altersvorsorge finden Sie unter:
    https://steuerberater-verband.de/2020/04/09/wie-wirkt-sich-corona-auf-die-bav-aus/
  • Änderungen des Arbeitszeitgesetzes bis zum 31.07.2020 finden Sie unter:
    https://steuerberater-verband.de/2020/04/08/aenderung-des-arbeitszeitgesetzes-bis-zum-31-7-2020/

16.04.2020

  • Seit gestern ist nun die Antragstellung für den neuen KfW-Schnellkredit 2020 bei der Bank oder Sparkasse möglich. Unternehmen, die mehr als 10 Mitarbeiter haben und mindestens seit Januar 2019 am  Markt sind, können ohne Risikoprüfung Kredite bis zu 800.000 € sowohl für Anschaffungen als auch für laufende Kosten (Betriebsmittel) verwenden. Die Kredite sind zu 100% durch Garantie des Bundes gegen Ausfall abgesichert. Der maximale Kreditbetrag beläuft sich auf 25% des Jahresumsatzes 2019. Voraussetzung ist, dass in den Jahren 2017 – 2019 durchschnittlich Gewinn erzielt wurde.
    https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/?kfwnl=Unternehmensfinanzierung_MSB.09-04-2020.788681
  • Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen: Niedersächsische Unternehmen können ab sofort den Zuschuss von bis zu 10.000 € für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen. Die Technik darf sofort beschafft werden, um eine schnelle Umsetzung zu gewährleisten. Die Investitionen müssen mindestens 5.000 € betragen. Je nach Unternehmensgröße beträgt der Zuschuss bis zu 50% (kleine Unternehmen) bzw. 30% (mittlere Unternehmen).
    https://www.nbank.de/Service/News/Digitalbonus-aufgestockt.jsp

08.04.2020

  • ab 10 Mitarbeitern neuer KfW-Schnellkredit 2020 mit 100% Haftungsfreistellung (=Staat übernimmt anstelle der Hausbank das Ausfallrisiko) ohne weitere Kredit-Risikoprüfung
    Mit einem Darlehen in Höhe von drei Monatsumsätzen – maximal 500.000 Euro (bei 11 bis 49 Mitarbeitern) bzw. 800.000 Euro (ab 50 Mitarbeitern) soll schnelle Liquiditätshilfe gewährt werden. Zurzeit ist noch keine Beantragung möglich, die KfW arbeitet daran, die Antragswege für den Schnellkredit schnellstmöglich bereitzustellen.
    https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_578176.html
  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ) übernimmt für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler die Kosten für Unternehmensberatungsleistungen, die zur Bewältigung der Corona-Krise in Anspruch genommen werden bis zur Höhe vom maximal 4.000 € zu 100%. Darunter fällt auch die betriebswirtschaftliche Beratungsleistung Ihres Steuerberaters.
    https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung.html?nn=8062106
  • Definition Liquiditätsengpass: Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn infolge der Corona-Pandemie die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen. Private und sonstige (= auch betriebliche) liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

06.04.2020

  • 450-Euro-Minijobber dürfen mehr arbeiten, als ursprünglich vereinbart wurde. In Zeiten von Corona kommt es vor, dass Kollegen erkranken oder unter Quarantäne stehen. Daher darf in der Zeit vom 01.03.2020 – 31.10.2020 die monatliche Verdienstgrenze von 450 € überschritten werden, sofern der höhere Verdienst nur gelegentlich und nicht vorhersehbar gezahlt wird.
  • Notfall-Kindergeldzuschlag für Alleinerziehende und Familien, die aufgrund geringeren Einkommens aufgrund der Corona-Epidemie in Not geraten. Beantragung ab 01.04.2020 unter
    https://www.bmfsfj.de/kiz
  • Die Veranlagung der IHK-Beiträge Lüneburg-Wolfsburg für 2020 werden bis in den Herbst 2020 automatisch ausgesetzt. Herabsetzungswünsche aufgrund absehbar niedrigerer Ergebnisse in 2020 werden jetzt schon angenommen und verarbeitet.
    https://www.ihk-lueneburg.de/service/ueber-uns/formular-service-4423266
  • Für Betriebe, die aufgrund behördlicher Anordnung geschlossen wurden, verzichtet die GEMA solange auf die Gebühren und lässt die Verträge ruhen und zwar rückwirkend ab dem 16.03.2020.
    https://www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-kundenunterstuetzung/
  • Bei Kurzarbeitergeld wird ein Zuverdienst in systemrelevanten Branchen und Berufen nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Dies gilt, sofern der Arbeitslohn aus der Hauptbeschäftigung zusammen mit dem Kurzarbeitergeld und dem Zuverdienst das normale Bruttoeinkommen nicht überschreitet in der Zeit vom 01.04.2020 – 31.10.2020.
  • Für Rentner gelten im Jahr 2020 höhere Hinzuverdienstgrenzen
    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/In-der-Rente/Hinzuverdienst-und-Einkommensanrechnung/hinzuverdienst-und-einkommensanrechnung.html
  • Saisonarbeit länger möglich: vom 01.03.2020 – 31.10.2020 ist eine kurzfristige Beschäftigung jetzt für maximal 5 Monate oder 115 Arbeitstage möglich.

05.04.2020

  • Corona Prämien für Mitarbeiter werden von der Steuer und Sozialversicherung befreit
    Wollen Sie Ihre Mitarbeiter in Zeiten von Corona für ihren Einsatz extra belohnen? Nutzen Sie die neue Regelung, die dafür geschaffen worden ist. Sie gilt für Sachprämien und Sonderzahlungen  bis zur Höhe von maximal 1.500 € im Kalenderjahr 2020. Voraussetzung ist, dass diese Prämien zwischen dem 01.03.2020 und dem 31.12.2020 zusätzlich zum normalen Arbeitslohn ausgezahlt werden.
  • Für den Mittelstand wird weiteres Hilfspaket geplant, um eine Pleitewelle zu vermeiden. Laufzeiten für Kredite und deren Haftungsfreistellungen sollen dafür verbessert werden. Im Gespräch sind Kredite von bis zu 500.000 € pro Firma und die Haftungsfreistellung wird voraussichtlich 100% betragen. Das bedeutet, die KfW übernimmt das volle Haftungsrisiko für den Ausfall des Kredites und Ihre Hausbank trägt keinerlei Risiko mehr. Damit wird eine schnellere Auszahlung der Kredite angestrebt, da die Hausbank nicht mehr aufwendig ihr eigenes Ausfallrisiko prüfen muss.

01.04.2020

Die alte Förderrichtlinie Niedersachsen (Soforthilfe-Programm Niedersachsen) wird am 31.03.2020 durch zwei neue Förderrichtlinien ersetzt:

1. Förderrichtlinie Corona Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Freiberufler (mit bis zu 10 Beschäftigten = Vollzeitäquivalent) sowie Soloselbständige
Diese können in zwei Stufen Zuschüsse in Höhe von bis zu 9.000 € (bis 5 Beschäftigte) bzw. bis zu 15.000 € (bis 10 Beschäftigte) erhalten.

2. Förderrichtlinie Corona Soforthilfe für Kleinunternehmen (11 – 49 Beschäftigte)
Auch hier erfolgt die Förderung in zwei Stufen. Unternehmen mit 11 – 30 Beschäftigten erhalten danach bis zu 20.000 €, bei 31 – 49 Beschäftigten bis zu 25.000 €.

=> Für beide Richtlinien gilt:
Es wird also nicht mehr wie zunächst geplant die Bundeshilfe zusätzlich zur Landeshilfe gewährt, sondern die Landeshilfe wird ggf. von der bereits erhaltenen Bundeshilfe abgerechnet, was ein eindeutiger Nachteil dieser Regelung ist. Auch eine Abdeckung der Lebenshaltungskosten ist ausdrücklich nicht Bestandteil der Förderung. Sollten die Lebenshaltungskosten nicht mehr gedeckt sein, kann ergänzend die Grundsicherung nach Arbeitslosengeld II beantragt werden.
Positiv ist jedoch, dass es nun nicht mehr notwendig ist, vor der Inanspruchnahme die persönlichen oder betrieblichen Rücklagen in Anspruch zu nehmen.
Außerdem soll die Antragstellung ab heute weniger bürokratisch verlaufen. Es werden nur einige wenige Informationen zur Ertragsvorausschau der kommenden Monate benötigt.

Voraussetzung ist, dass der Antragsteller versichert, dass das Unternehmen erst durch die Covid-19-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die die Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden 3 Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzierungsaufwand (z. B. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Eine Antragstellung (https://www.soforthilfe.nbank.de/) muss bis spätestens 31. Mai 2020  an die Adresse antrag@soforthilfe.nbank.de erfolgen.
Eine Auszahlung soll höchstens 5 Werktage später erfolgen.
Die Zuschüsse erhöhen Ihr steuerliches Ergebnis, sind aber für Zwecke der Vorauszahlungen in 2020 nicht zu berücksichtigen.

!!! Unrichtige Angaben in den Anträgen und eingereichten Unterlagen zur Soforthilfe haben strafrechtliche Folgen für Sie !!!

Allen bisherigen Antragstellern wird die Möglichkeit eröffnet, den bereits gestellten Antrag auf die neuen Richtlinien umzustellen, da diese besser dotiert sind. Alle Betroffenen werden von der NBank angeschrieben, um weitere Unterstützung zu erhalten. Bereits erhaltene Förderungen werden jedoch angerechnet. Alle Neuanträge werden auf die neuen Richtlinien umgestellt.

31.03.2020

30.03.2020

  • auf Antrag Herabsetzung der bereits für 2020 geleisteten Umsatzsteuer-Vorauszahlung ohne Verhältnisrechnung zu den Vorjahresumsätzen; Dauerfristverlängerung bleibt bestehen
  • diverse Berufsgenossenschaften erleichtern einzelfallbezogen die Stundungsregelungen (geringere Raten, Verzicht auf Sicherheiten, Verzicht auf Zinsen)
  • Die Soforthilfe des Bundes soll ab heute für Niedersachsen ebenfalls über die NBank beantragt werden können. Auf der Homepage der NBank befindet sich noch der Hinweis, dass für das Antragsverfahren des Bundes noch keine Formulare zur Verfügung stehen. Der entsprechende Link wird hier später ergänzt.
  • finanzielle Förderung für die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe (bis zu 50% Kostenerstattung einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen)
    https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Redaktion/DE/Kurzmeldungen/Aktuelles/2020/200320-go-digital-homeoffice.html

ab hier zuletzt aktualisiert am 27.03.2020 um 13.00 Uhr

1.) Steuerliche Hilfen

Steuerlich können Unternehmen, die unmittelbar und nicht unerheblich vom Coronavirus betroffen sind (unabhängig von der Unternehmensgröße), folgende steuerlichen Hilfen bis zum 31.12.2020 in Anspruch nehmen, um ihre Existenz zu sichern und ihre Liquidität zu verbessern:

    1. Erleichterte und zinslose Stundung von Steuerschulden beim Finanzamt (sogar Umsatzsteuer), voraussichtlich für 3 Monate
    2. Vollstreckungsaufschub für Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer
    3. Herabsetzung von Steuervorauszahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer) im Zweifel auf 0,00 €
    4. Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
    5. Erlass von Säumniszuschlägen zwischen 19.03.2020 und 31.12.2020
    6. Berichtigung der Umsatzsteuer, sofern Entgelt uneinbringlich geworden ist
    7. Herabsetzung der bereits für 2020 geleisteten Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung
      im Verhältnis, in dem die voraussichtlichen Umsätze 2020 hinter denen aus 2019 zurückbleiben, ggf. sogar auf 0 €

Möchten Sie hiervon Gebrauch machen, rufen Sie uns gern an. Wir werden die Details mit Ihnen besprechen.
Wir wünschen Ihnen eine gute Gesundheit und hoffen, dass Sie die Krise wirtschaftlich unbeschadet überstehen!

2.) Wirtschaftliche Hilfen

Weitere wirtschaftliche Hilfen, die Sie in Anspruch nehmen können sind:

  1. Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020, sofern die Schwierigkeiten durch verspätete öffentliche Hilfen/Kredite entstanden sind
    https://www.bmjv.de/SharedDocs/Zitate/DE/2020/031620_Insolvenzantragspflicht.html
  2. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen März bis Mai 2020, sofern durch sofortige Einziehung ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten zu erwarten sind und der Anspruch nicht gefährdet ist. Der Antrag ist bei den jeweiligen Krankenkassen einzeln zu stellen
  3. Vertraglich wird ein befristetes Corona-Leistungsverweigerungsrecht bis zum 30.06.2020 gesetzlich etabliert. Damit sollen Verbraucher nicht von der Grundversorgung abgeschnitten werden können, wenn sie vorübergehend nicht zahlungsfähig sind. Es gilt auch für Kleinstunternehmer mit bis zu 9 Beschäftigten, sofern das Dauerschuldverhältnis bereits vor dem 08.03.2020 abgeschlossen worden ist.
  4. Deutliche Einschränkungen des Kündigungsrechts für Miet- und Pachtverhältnisse: bei Zahlungen, die eine Fälligkeit in der Zeit vom 01.04.2020 – 30.06.2020 haben und pandemiebedingt nicht bezahlt werden können, berechtigen den Vermieter nicht zur Kündigung eines Wohn- oder Geschäftsraumes. Die Beschränkung endet mit Ablauf des 30.09.2022. Die ausstehenden Zahlungen müssen bis 30.06.2022 ausgeglichen sein, ansonsten kann dann wieder gekündigt werden.
  5. Ein vor dem 15.03.2020 abgeschlossener Darlehensvertrag von Verbrauchern kann für vom 01.04.2020 – 30.06.2020 fällig werdende Tilgungen und Zinsen für 3 Monate gestundet werden, sofern die Leistung aufgrund außergewöhnlicher Einnahmeausfälle unmöglich/unzumutbar ist. Die Vertragslaufzeit verlängert sich dann um diese 3 Monate.
  6. Erleichterungen für Teilnahme an Versammlung oder Hauptversammlung: präsenzlose virtuelle Hauptversammlung mit verkürzter Einberufungszeit (21 Tage) unter Zuhilfenahme geeigneter elektronischer Kommunikationsmittel möglich
  7. Rückwirkende Umwandlungen können mit einer Frist von 12 Monaten statt bisher 8 Monaten durchgeführt werden.

Hilfreiche Informationen und Formulare finden Sie auch im Internet unter:

3.) Kurzarbeitergeld (KUG)

a) Informationen zum Kurzarbeitergeld für Angestellte
Wenn in Folge des Corona-Virus ein Unternehmen schließen muss oder es Einschränkungen in den Arbeitszeiten gibt, kann bei der örtlichen Agentur für Arbeit Kurzarbeiter-Geld beantragt werden. Der Arbeitgeber geht mit der Auszahlung an die Angestellten in Vorleistung und erhält das gemeldete Kurzarbeitergeld dann erstattet.
Hierbei gibt es Folgendes zu beachten:
– Es sind Stundenzettel für alle Arbeitnehmer zu führen, die Kurzarbeitergeld erhalten sollen (Soll-Zeit/Ist-Zeit/KUG-Zeit)
– Gearbeitete Zeiten müssen entlohnt werden, das Kurzarbeitergeld greift nur für die ausgefallenen Zeiten
– Mindestens 10 Prozent der Belegschaft muss vom Arbeitsausfall betroffen sein
– Auch für Leiharbeiter kann Kurzarbeiter-Geld beantragt werden
– Die Sozialversicherungsbeiträge werden in dieser Zeit vollständig von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt
– Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden wird ganz oder teilweise verzichtet
– Der Resturlaub vom Vorjahr muss verbraucht sein
– Kein Kurzarbeitergeld für Minijobber, da sie nicht sozialversicherungspflichtig sind
– Kurzarbeitergeld für Auszubildende erst nach 6 Wochen/30 Arbeitstagen
– Eine Verlängerung des Bezugs von Kurzarbeiter-Geld kann von 12 Monate auf 24 Monate verlängert werden
https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus

b) Antragsformulare unter Downloads auf folgender Seite
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

c) weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld unter finanzielle Hilfen – Kurzarbeitergeld
https://www.arbeitsagentur.de/Fragen

oder auch unter Youtube unter:
1. https://www.youtube.com/Voraussetzungen
2. https://www.youtube.com/Verfahren

4.) Informationen zum Milliarden-Hilfsprogramm und Schutzschild der Bundesregierung

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-13-Milliarden-Schutzschild-fuer-Deutschland.html

5.) Informationen zur Soforthilfe

a) Im Land Niedersachsen wird die Liquiditätssicherung für kleine gewerbliche Unternehmen, Freiberufler, Soloselbständige (auch Künstler und Kulturschaffende) und Startups (, die kürzer als 5 Jahre bestehen) durch freiwillige, nicht zurückzuzahlende Zuschüsse, die von der NBank ausgezahlt werden, unterstützt. Diese Hilfe kann elektronisch über das Kundenportal der NBank beantragt werden, sofern eine existenzbedrohende Wirtschaftslage und/oder nach dem 11.03.2020 eingetretene Liquiditätsengpässe vorliegen. Die Soforthilfe wird nur einmal je Unternehmen/Antragsteller gewährt und richtet sich in der Höhe nach der Anzahl der Beschäftigten (JAE= Anzahl der während eines Jahres in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmer ohne Auszubildende und mitarbeitende Eigentümer/Teilhaber). Die Förderung wird als Billigkeitsleistung gewährt und wird mit Bewilligung ausgezahlt. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privat-/Geschäftsvermögen einzusetzen (Ausnahme: langfristige Altersversorgung und Lebensunterhalt). Es darf keine bereits eingetretene Insolvenz vorliegen.
Es ist ein Nachweis zu erbringen, dass eine Unternehmung vorliegt durch Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Bestätigung fer Anmeldung der Selbständigkeit beim Finanzamt oder ähnliches.

Bitte fordern Sie das Geld erst an, wenn es tatsächlich benötigt wird, es ist genug für alle da. Seien Sie solidarisch, die Härtefälle müssen zuerst versorgt werden!

Die Soforthilfe beträgt gestaffelt nach Betriebsgröße:

  • bis 5 Beschäftigte (JAE) :    3.000,00€
  • bis 10 Beschäftigte (JAE):   5.000,00 €
  • bis 30 Beschäftigte (JAE): 10.000,00 €
  • bis 49 Beschäftigte (JAE): 20.000,00 €

Beantragung von Liquiditätshilfen bei der NBank (für kleine, mittlere und Kleinstunternehmen):
seit Mittwoch, den 25.03.2020
https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19—Beratung-für-unsere-Kunden.jsp

Antragsformular unter
https://www.soforthilfe.nbank.de/

Bitte füllen Sie das Antragsformular elektronisch aus und übersenden Sie es elektronisch ohne Unterschrift!
Nur so sind kurze Bearbeitungszeiten seitens der NBank gewährleistet.

!!! Unrichtige Angaben in den Anträgen zur Soforthilfe des Landes und des Bundes haben strafrechtliche Folgen für Sie !!!

Daneben gewährt die NBank weitere Kredite, um auftretende Liquiditätsengpässe kleiner und mittlerer Unternehmen zu überbrücken, die aufgrund der Corona-Epidemie für Sie besonders günstige Konditionen enthalten, z. B. den Niedersachsen-Liquiditätskredit mit 5.000 € – 50.000 € über 10 Jahre (davon 2 Jahre tilgungsfrei) ohne Besicherung mit 100% Auszahlung.

b) Der Bund sieht ebenfalls ein Soforthilfe-Zuschussprogramm für Kleinstunternehmer (bis max. 10 Beschäftigte), Freiberufler und Soloselbständige vor, die in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder Liquiditätsengpässe geraten sind. Insolvenzen und Entlassungen durch die Corona-Epidemie sollen hiermit vermieden werden. Das Bundeskabinett hat folgende Eckpunkte als freiwillige Leistung ohne Rechtsanspruch für bisher solvente Unternehmer/Unternehmen beschlossen:

  • bis zu 5 Beschäftigten:  9.000,00 € als Einmalzahlung für 3 Monate
  • bis zu 10 Beschäftigte: 15.000,00 € als Einmalzahlung für 3 Monate

Das Programm wurde am 23.03.2020 beschlossen. Die Mittel sollen über die Länder bereitgestellt werden und können in einem zweiten Schritt ergänzend zum Landeszuschuss beantragt werden, wenn ein entsprechender Bedarf begründet werden kann. Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen. Bei der Steuerveranlagung zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer ist der Zuschuss gewinnwirksam zu berücksichtigen. Es kann im Nachhinein zu einer Überprüfung kommen, ob eine Überkompensation vorlag.

Wann und wo die Mittel elektronisch konkret beantragt werden können, ist zurzeit noch nicht bekannt. Weitere Infos gibt es unter:
www.bmwi.de und www.bundesfinanzministerium.de

c) Maßnahmen der KfW Sonderprogramm 2020 (z. B. für Investitionen und Betriebsmittel) und der Bürgschaftsbanken wickeln in der Regel Ihre Hausbanken ab!
Ein Faktenblatt zum KfW Sonderprogramm 2020 finden Sie unter:
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/F/faktenblatt-kfw-sonderprogramm.pdf

d) weitere Infos zu finanziellen Hilfen auch bei der IHK unter:
https://www.ihk-lueneburg.de/produkte/beratung-und-service/international/corona-virus/finanzielle-hilfen

6.) Zuschüsse für Unternehmensberatung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt Zuschüsse zur Unternehmensberatung, insbesondere Beratungsförderung für Unternehmen in Schwierigkeiten. Ziel ist es, die wirtschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu erhalten/wiederherzustellen. Es werden Beratungskosten bis zu 3.000 € mit 90% gefördert.

7.) Hotlines für Unternehmen:

Infotelefon des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums zur Corona-Epidemie
Telefon: 0511/120 5757
Montag – Freitag
8:00 bis 20:00 Uhr

Bundeswirtschaftsministerium zu allgemeinen wirtschaftsbezogenen Fragen zum Coronavirus
Telefon: 030/18615 15158
Montag – Freitag
9:00 bis 17:00 Uhr

Bundesagentur für Arbeit (Kurzarbeitergeld)
Telefon: 0800/45555 20

Hotline der KfW (Unterstützung für Unternehmen):
Telefon: 0800/539 9001 (kostenfreie Servicenummer)
Montag – Freitag
8:00 bis 18:00 Uhr

Förderberatung der NBank
Telefon: 0511/30031 333

Niedersächsisches Wirtschaftsministerium für Unternehmen in Schwierigkeiten:
Telefon: 0511/120 8404 Frau Renk
Telefon: 0511/120 7872 Frau Göhner

Niedersächsisches Wirtschaftsministerium für Mittelstand und Handwerk
Telefon 0511/120 5603 Frau Saß

8.) Notfallplan

Denken Sie über die betriebliche Notfallplanung nach. Was ist zu tun, wenn Sie oder Ihre Führungskräfte erkranken.

Wer erledigt die betriebsnotwendigen Aufgaben und überwacht diese?

  • Vollmachten für die Firmenkonten
  • rechtsverbindliche Verträge unterzeichnen
  • Angebote und Rechnungen schreiben
  • Rechnungen prüfen
  • Zugang zu Passwörtern und Kundendaten
  • Vertretungsregelungen
  • Fernzugriff/Homeoffice für den Ernstfall
  • Verfahrensdokumentation, Arbeitsanweisungen etc. um sich schnell in die Prozesse einzuarbeiten

Das alles sind Punkte, die Sie bedenken und vorbereiten müssen, damit der Betriebsablauf so gut wie möglich gewährleistet ist. Sprechen Sie uns gerne an, bei Themen wie Videokonferenzen und digitalen Lösungen können wir Ihnen mit unserem Know-how zur Seite stehen.

9.) Krankenversicherung

Reduzierung der Beiträge zur freiwillig gesetzlichen Krankenversicherung
Können freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte hauptberufliche Selbstständige beim Wegbrechen ihrer Aufträge ihre Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung reduzieren?

Derzeit wird geprüft, wie das heute geltende Beitragsermäßigungsverfahren in der gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige aufgrund der Corona-Krise erleichtert bzw. angepasst wird.

Bis auf Weiteres gilt Folgendes:
Nach dem geltenden Recht sind schon heute bei Veränderungen der Einkommen Reduzierungen der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung möglich. Selbst wenn der Selbstständige weniger oder gar kein Einkommen hat, gilt für die Berechnung der Beiträge im Jahr 2020 die monatliche Mindesteinnahme von 1.061,67 Euro. Bei sich verändernden Einnahmen um mehr als 25 Prozent können in der gesetzlichen Krankenkasse versicherte hauptberufliche Selbstständige bei ihren Krankenkassen bereits heute eine Beitragsermäßigung beantragen. Das reduzierte Arbeitseinkommen muss aber nachgewiesen werden.

Bei den Krankenkassen sind entsprechende Formulare erhältlich.

Ein Antrag auf Beitragsentlastung wirkt sich heute immer erst ab dem Folgemonat der Antragstellung aus.

10.) Weiter in Planung (in Niedersachsen noch nicht umgesetzt 27.03.2020)

  • Verlängerung der Abgabefristen für Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen
  • grundsätzliche Umstellung auf quartalsweise Umsatzsteuer-Voranmeldungen
  • Fristverlängerung für die Abgabe von Steuererklärungen 2018 bis 31.05.2020
  • Schutz der Darlehensnehmer eventuell auf Kleinstunternehmer ausweiten
  • rückwirkende Anpassung der Steuer-Vorauszahlungen für 2019, wenn in 2020 mit Verlusten zu rechnen ist, die rücktragsfähig sind

(Dieser Beitrag erschien zuerst auf:
https://www.die-steuern.de)